Ob meine Haut warm oder kalt ist, warum findest du es nicht selbst heraus, ich weiß es auch nicht. Lange Zeit war sie heißer als die Mitte eines Feen-Feuers, lange Zeit war sie kälter als das Herz einer schlafenden Schlange.
Zwischen diesen Laken finde ich kein Zuhause, solange du nicht hier bist. Aber vielleicht brauche ich gar kein Zuhause, denke ich mir so, vielleicht bin ich eine von denen, die immer reisen, auch dann, wenn sie an einem Ort sind. Vor allem dann. Weil ein immergleicher Ort den Geist vertreibt und auch die Wärme aus der Haut.
Ob meine Finger noch etwas fühlen, warum fragst du sie nicht. Sie sind hier und warten darauf, dass sich dein Atem darum schlingt und deine Worte sie aufwecken.
Am Montag waren die Laken noch blau, blauer als der Sommerhimmel, wenn er angeben will. Heute sind sie weiß. Und es ist kalt zwischen ihnen.
Auf Weiß kann man neue Geschichten schreiben. Dafür ist es da. Wollen wir ein Kapitel beginnen, mit vorsichtigen Buchstaben, die jung sind und verspielt und selbst nicht wissen, was sie einmal werden?
Meine Haut ist kalt und weiß als wäre sie aus Stoff gemacht. Aber darunter wartet das Rot von tausend Feuerlilien, mindestens.
Zuhause ist dort, wo unser Weg zusammenläuft. Vielleicht brauche ich es doch. Mehr als Feen-Feuer. Warum kommst du nicht endlich ins Bett und findest es heraus

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